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Charles François de Mondion

Charles François de Mondion ( à Paris – à La Valette) est un architecte français reusable water bottle with straw, élève de Vauban, principalement connu pour ses réalisations à Malte pour le compte de l’ordre de Saint-Jean de Jérusalem.

Charles François de Mondion naît à Paris, rue du Bac, le . Il est le fils de Jacques de Mondion de Semple (né à Cheillé en 1647), écuyer, seigneur de la Cour en Berruyer et de Robigny, soldat aux Gardes françaises dans la compagnie de Fourille, puis capitaine ingénieur du roi et de Élisabeth Gion (ou Guion) qui se marient le à l’église Saint-Sulpice de Paris.

Après le traité d’Utrecht en 1713, Louis XIV, en tant que chef de la maison des Bourbon, considère Malte comme un fief. Il décide d’envoyer à l’Ordre deux ingénieurs militaires afin d’améliorer les fortifications. Il envoie donc René Jacob de Tigné comme « l’un des ingénieurs les plus expérimentés » accompagné pour l’assister de Mondion qui est décrit comme « une personne brillante, qui avait été élève à bonne école sous la direction de feu le maréchal de Vauban ».

Tigné et Mondion arrivent à Malte peu avant le , sous le magistère du 64e grand maître, Raimondo Perellos y Roccafull. Tigné est rappelé en France dès la fin de 1715, probablement à cause de la crise politique qui succède à la mort de Louis XIV, mais Mondion est autorisé à rester sur place et commence les travaux préparatoires puis la construction du Fort Manoel.

Mais c’est l’arrivée à la tête de l’Ordre en 1722 du 66e grand maître, le portugais António Manoel de Vilhena qui va ouvrir de nombreuses perspectives artistiques à Mondion. Le nouveau dirigeant se lance en effet dans d’ambitieux travaux d’embellissements de bâtiments publics, de rénovation de la vieille cité de Mdina et de développement de la nouvelle ville de Floriana et nomme Mondion à la tête de la plupart de ces projets.

En reconnaissance de son action aux profits de l’Ordre hydration running backpack, Mondion est nommé chevalier de l’ordre de Saint-Jean de Jérusalem le , à titre de « chevalier de grâce, sans preuve ni arme » par António Manoel de Vilhena.

Il meurt précocement en 1733. Il est inhumé dans la chapelle dédiée à Saint Antoine de Padoue à l’intérieur du Fort Manoel.

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Mystik

Der Ausdruck Mystik (von griechisch μυστικός mystikós ‚geheimnisvoll‘, zu myein ‚Mund oder Augen schließen‘) bezeichnet Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit sowie die Bemühungen um eine solche Erfahrung.

Das Thema Mystik ist Forschungsgegenstand innerhalb der Theologien der Offenbarungsreligionen und der Religionswissenschaften, in Kultur-, Geschichts- und Literaturwissenschaft, in Medizin, Philosophie und Psychologie. Allerdings besteht kein übergreifender fachwissenschaftlicher Konsens zur Begriffsbestimmung.

Im alltäglichen Sprachgebrauch sowie in populärer Literatur versteht man unter Mystik meist spirituelle Erlebnisse und Aussagen, die als solche wissenschaftlich nicht objektivierbar sind („echte“ mystische Erfahrung). Die Literatur, in der der Ausdruck Mystik auch in unterschiedlichem Sinne verwendet wird, ist vielfältig. Trotz aller definitorischen Unklarheiten lassen sich charakteristische Merkmale bestimmen.

Religionsgeschichtlich versteht man unter Mystik ein religiöses Erleben, das auf „ein Wirklichkeitsganzes“ oder auf eine Gotteswirklichkeit hin ausgerichtet ist. Mystische Erfahrungen werden unter Verwendung kontextspezifischer Begriffe, Bilder und Formulierungen ausgedrückt.

Im Christentum ist mystische Erfahrung auf die göttliche Wirklichkeit bezogen. Auch das Judentum, der Islam und der Hinduismus kennen als Gotteserfahrung mitgeteilte mystische Erlebnisse. Sie finden in unterschiedlichen Begriffen und Wendungen Ausdruck, die oftmals auch in Grundschriften dieser Religionen Verwendung finden: Licht, Geistestaufe, Feuer (Brennender Dornbusch), Pfingstwunder, Liebe (Briefe des Johannes), göttliches Du, Gott als innerstes Innen (bei Augustinus), göttliche Mutter (Ramakrishna).

Nichttheistische Traditionen wie Buddhismus, Jainismus und Daoismus bringen mystische Erfahrungen zum Ausdruck, ohne sich auf eine göttliche Person oder Wesenheit zu beziehen.

Mystische Erfahrung wird in der christlichen Mystik auch als Mysterium oder unio mystica bezeichnet, im buddhistischen Kulturraum wird sie etwa als Satori oder Kenshō benannt, im hinduistischen Raum als Nirvikalpa Samadhi. Im Judentum und Christentum wird sie auch als Glaubens­erfahrung verstanden.

Je nach Tradition und Definition werden mystische Erfahrungen von ihrer jeweiligen Auswirkung (z. B. in Form von Prophetie oder göttlichen Eingebungen) abgegrenzt.

Der deutsche Ausdruck Mystik, der in seiner substantivischen Form erst im 17. Jahrhundert entsteht, geht zurück auf das altgriechische μυστικός (mystikós), „geheimnisvoll“, das sich auf das griechische Substantiv μυστήριον (mysterion), lateinisch mysterium („Geheimnis“, aber auch „Geheimlehre“ oder „-kult“) bezieht. In diesem Zusammenhang steht auch das griechische Verb μυέειν (myéein), was „einweihen“, „beginnen“ oder „initiiert werden“ bedeutet. Das Stammwort ist aber im Griechischen μύειν (myein) zu sehen, „sich schließen“, „zusammengehen“ heißt, wie beispielsweise die Lippen und Augen der Teilnehmer an den Mysterien von Eleusis.

Der Ausdruck Mysterium wurde anfangs nur auf die Geheimlehre und den Geheimkult selbst bezogen und später auch generell im Sinne von etwas Dunklem und Geheimnisvollem verwendet (siehe etwa auch das Wort „mysteriös“) sports water bottles. Im Alten Testament bezeichnet mystes abwertend die Kultpraxis der Kanaaniter und mystikós einen geheimnisvollen, nämlich mysteriösen Ort. Im Neuen Testament, wo diese Begriffe nicht vorkommen, bezieht sich der Ausdruck Mysterium hingegen auf den in den Gleichnissen formulierten verborgenen göttlichen Heilsplan, den Gott in Menschwerdung, Tod und Auferstehung Jesu Christi erfüllt und offenbart hat (1 Kor 2,7; Eph 1,9-11; 3,4-9; 5,32f; Kol 1,26f). Weil dieses Mysterium schon im „inneren“ oder „mystischen“ Sinn des Alten Testaments vorausgebildet sei, kommt es zur Ausbildung einer mystischen Schriftauslegung, so schon in den Evangelien (vgl. bes. Lk 24,31f.44-47) und bei Paulus (vgl. 1 Kor 10,4; 2 Kor 3,6-18), dann vor allem bei Origenes, Ambrosius und Augustinus. Das lateinische Sacramentum nimmt den griechischen Begriff Mysterion wieder auf, woraus sich dann die drei christlichen Initiationssakramente herausbilden: Taufe, Firmung (Myronsalbung) und Eucharistie. Der klassische Ort der Taufe ist die Feier der Osternacht.

Auch mystisch-esoterische Geheimlehren konnten nicht auf eigene Initiative erfahren werden, sondern bedurften immer der rituellen Einweihung durch einen Führer oder esoterischen Lehrer. Dieser hieß Mystagoge (von griechisch agogein, „führen“, „leiten“). In der Spätantike findet der Ausdruck auch im philosophischen Kontext Verwendung, wenn der verborgene Sinn einer Äußerung angesprochen ist, und wird insbesondere von Proklos auf den Bereich des Göttlichen bezogen.

Im Mittelalter lebt die persönliche mystische Gotteserfahrung vor allem in den Klöstern. Höchstes Ziel des monastisch-mystischen Strebens bleibt diese Gotteserfahrung in der unio mystica, der mystischen Vereinigung mit Gott, im weiteren Sinn die Suche nach einem „Bewusstsein der unmittelbaren Gegenwart Gottes“ (Bernard McGinn). Die mystisch-geistliche Schriftauslegung bleibt dabei Grundlage bei der Suche nach unmittelbarer Gottesnähe, so insbesondere die Auslegung des Hohenliedes (etwa durch Bernhard von Clairvaux).

In der Zeit der Reformation wird in der protestantischen Theologie der vierfache Schriftsinn weitgehend auf den Literalsinn eingeschränkt. Im katholischen Raum kann sich die spanische Mystik (Ignatius von Loyola, Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz) entwickeln. Im 17. Jahrhundert bildet sich die substantivische Verwendung des Begriffs heraus im Sinne einer spezifischen Variante religiöser Praxis und einer spezifischen Sorte religiöser Literatur: Es wird nicht mehr von „mystischer Theologie“ als einem konstitutiven Bestandteil religiösen Denkens gesprochen, sondern von „Mystik“ als einem Typus außergewöhnlicher Verfahren, so der Mystikforscher Michel de Certeau. Ähnlich wie hin und wieder Mystik selbst bezeichnen davon abgeleitete Ausdrücke wie Mystizismus und mystisch in der heutigen Umgangssprache bei abwertender Einstellung auch als „unverständlich“ oder „rätselhaft“ empfundene Darstellungen.

In der buddhistischen Mystik, die insbesondere in den Strömungen des Mahayana verbreitet ist, geht es wie in allen buddhistischen Schulen nicht um direkte Erfahrung eines göttlichen Wesens. Die Natur des Geistes wird als nicht-dual verstanden. Dies ist jedoch in der Regel nicht bewusst und wird durch das Anhaften am Ich verschleiert. Aus dieser grundlegenden Unwissenheit entsteht die Vorstellung eines unabhängig von anderen Phänomenen existierenden Ichs. Damit geht das Auftreten der Geistesgifte Verwirrung/Unwissenheit, Hass, Gier, Neid und Stolz einher, die Ursachen allen Leidens. Ziel ist es, die Geistesgifte in ursprüngliche Weisheit umzuwandeln, die Ich-Vorstellung aufzulösen und die den unerleuchteten Wesen eigene Aufspaltung der Phänomene in Subjekt und Objekt zu überwinden. Die den fühlenden Wesen innewohnende, bis dahin verschleierte Buddha-Natur wird als immer schon zugrunde liegend erkannt. Wer dies erreicht, wird erleuchtet oder schlicht Buddha genannt. Praktiken wie Meditation, Gebet, Opferdarbringungen, verschiedene Yogas und spezielle tantrische Techniken sollen dies ermöglichen.

Die mystische Auslegung der Heiligen Schrift zielt auf die Erkenntnis der Gotteswirklichkeit. Große Bedeutung für mystische Texte haben biblische Metaphern wie die Reinheit des Herzens in der Seligpreisung der Bergpredigt (Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen, Mt 5,8) oder das Einwohnen Gottes bzw. Christi im Herzen (Eph 3,17; Gal 2,20; Joh 14,15-23). Solche Metaphern finden sich sowohl bei östlichen wie bei den westlichen Kirchenvätern wie auch in späteren Texten der Mystik. Das „Gott schauen“ (vgl. auch Pfingstwunder, Taufe im Heiligen Geist, Bekehrungserlebnis des Paulus) noch zu Lebzeiten kann als das klassische mystische Erlebnis schlechthin angesehen werden.

Mittelalter: Von den früheren Mystikern dieser Epoche zu nennen wäre Meister Eckhart, denn die Lektüre seines Werkes vermag ein verbreitetes Missverständnis bezüglich dessen zu klären, was Mystik bedeutet: Eckharts Schriften sind nicht ‚mysteriös‘, als vielmehr durchdrungen von präziser Logik, die dazu höchsten poetischen Ansprüchen genügt, herausragend darunter die Predigt zur „Seligkeit der Armen im Geiste“. Auch diese Schrift stellt einen Bezug zur Bergpredigt her, jedoch erlangt sie die mystische (Mystik von griechisch myein, ‚„schließe die Augen, Ohren, den Mund“‘ um Gottes Willen inwendig zu erforschen) Schau Gottes in selbem Maße wie über das Herz, über das Denken. Frühere christliche Theologen wie Augustinus im Anschluss an Paulus als einen der ersten Kirchenväter, verbanden die christliche Lehre mit der Eucharistie.

Daran knüpfte der Kirchenlehrer Thomas von Aquin an: die Kirche selbst sei der mystische Leib Christi. Dies war und ist nicht selbstverständlich, denn zumeist wurde der Ausdruck „mystischer Leib“ direkt auf die eucharistische Szene des letzten Abendmahls Jesu bezogen verstanden, so stellt die Kirche als der wahre Leib Christi eine Erweiterung oder Abweichung dar, je nach Perspektive. Um diese im Anschluss an Augustinus unter den Theologen ausgebrochene Diskussion zu beenden, bestimmte die Enzyklika Mystici corporis Papst Pius’ XII. (1943), der mystische Leib Christi und die römisch-katholische Kirche seien „ein und dasselbe“. Der christliche Mystiker Angelus Silesius erhöht wiederum die Gottesmutter mystisch: „Maria wird genannt ein Thron und Gotts Gezelt,/ Eine Arche, Burg, Turm, Haus glass sports water bottle, ein Brunn, Baum, Garten, Spiegel,/ Ein Meer, ein Stern, der Mond, die Morgenröt, ein Hügel./ Wie kann sie alles sein? Sie ist eine andre Welt.“ Die Gottesmutter Maria repräsentiert die Welt des Leiblichen, die mit der Welt des Geistes „hochzeitlich“ verbunden ist. Diese Analogie zeigt sich auch in den Mariensamstagen: „Der engen Beziehung zwischen Samstag und Maria im katholischen Christentum entspricht in der jüdischen Mystik die enge Beziehung zwischen dem Sabbat und der Schechina.“

Zahlreiche Autoren finden im Kontext der Mystik Ansatzstellen für einen interreligiösen Dialog, insbesondere zwischen Christentum und Buddhismus. Daisetz T. Suzuki beispielsweise zeigte sich bereits in den 1950er Jahren von Meister Eckhart sehr beeindruckt. Der Ansatz des interreligiösen Dialogs wird unter anderem in der Meditationskirche Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität des Bistums Limburg verfolgt.

Die in China entstandene Philosophie und Religion des Daoismus besitzt in ihren verschiedenen Formen eine spezifische Mystik. Schon die ältesten Texte, die sich mit dem Dao, dem Urgrund des Daseins, befassen, das Daodejing und Zhuangzi, beschäftigen sich mit der Idee des Erlangens des Ureinen und der mystischen Innenschau sowie einer bestimmten geistigen Haltung, die den daoistischen Mystiker auszeichnet. Die ab dem 2. Jahrhundert entstandene daoistische Religion hatte dann in ihren verschiedenen Schulen einen ausgeprägten Hang zu mystischen Formen von Ritual und Magie, Meditation und Innenschau, basierend auf komplexen Annahmen über die Natur des Dao und des daraus entstandenen Kosmos.

Nach hinduistischen Lehren ist eine Einheitserfahrung mit dem göttlichen Brahman möglich. Das ist in Worten kaum wiederzugeben, da Begriffe es nicht fassen. Typische Beschreibungen bedienen sich Metaphern wie: das Bewusstsein weitet sich ins Unendliche, ist ohne Grenzen, man erfährt sich aufgehoben in einer Wirklichkeit unaussprechlichen Lichts und unaussprechlicher Einheit (Brahman). Dieser Einheitserfahrung entspricht die Lehre der Einheit von Atman (Seele) und göttlichem Brahman.

Das Einssein fassen verschiedene Vertreter unterschiedlich auf:

Nach hinduistischer Lehre ist die alltägliche Wahrnehmung auf vieles gerichtet, die mystische Erfahrung aber eine Einheitserfahrung. Das göttliche Eine ist in allem gegenwärtig, jedoch nicht einfachhin erfahrbar. Es zu erfahren setzt voraus, die Wahrnehmungsart zu ändern. Dazu dienen Konzentrationstechniken des Yoga, Meditation und die Askese als Enthaltung und Verzicht. Askese führt zur Freiheit gegenüber weltlichen Bedürfnissen. Dies kann Essen und Trinken, Sexualität oder Machtstreben einschränken.

Wichtige Vertreter der islamischen Mystik sind Yunus Emre, al-Ghazali, Hafis, Schams-e Tabrizi, Ibn Arabi und Dschalal ad-Din ar-Rumi. Im Islam gibt es in Orden organisierte Strömungen, die als sufiyya bzw. tasawwuf bezeichnet werden. Beide Ausdrücke werden bisweilen mit „Mystik“ wiedergeben, weil es in diesem institutionellen Kontext ähnliche Lehren und Praktiken gibt, wie sie im westlichen Kulturraum oft mit dem Terminus „Mystik“ verbunden werden.

Nach einer Überlieferung (Hadith) des Propheten Mohammed sagt Gott den Menschen: „Es gibt siebzig [oder siebenhundert oder siebentausend] Schleier zwischen euch und Mir, aber keinen zwischen Mir und euch.“ Dieser – in unterschiedlichem Wortlaut überlieferte – Ausspruch wird von al-Ghazali und Ibn Arabi rezipiert. Letzterer bezieht die Schleier auf die Erscheinungen Gottes (tajalliyat).

Einige Vertreter des Sufismus lehren, dass Gott in jeden Menschen einen göttlichen Funken gelegt hat, der im tiefsten Herzen verborgen ist. Diesen Funken verschleiert die Hinwendung zu allem, was nicht Gott ist – etwa ein Wichtignehmen der materiellen Welt, Achtlosigkeit und Vergesslichkeit (Nafs). Die Sufis praktizieren eine tägliche Übung namens Dhikr, was Gedenken (also Gedenken an Gott oder Dhikrullah) bedeutet. Dabei rezitieren sie bestimmte Stellen aus dem Koran und wiederholen eine bestimmte Anzahl der neunundneunzig Attribute Gottes. Darüber hinaus kennen die meisten sufischen Orden (Tariqas) ein wöchentliches Zusammentreffen in einer Tekke (türkisch, arabisch: Zawiya), bei dem neben der Pflege der Gemeinschaft und dem gemeinsamen Salat (Gebet) ebenfalls ein Dhikr ausgeführt wird. Je nach Orden kann dieser Dhikr auch Sama (Musik), bestimmte Körperbewegungen und Atmungsübungen beinhalten.

Auf solche sufische Einflüsse berufen sich auch Alawiten, und in der alevitischen Lehre wird Mystik als Fundament des Glaubens verstanden.

Im Judentum hat die Mystik besonders in der Kabbala eine breite Tradition. Die Befreiung des göttlichen Urlichts aus der ‚Umhüllung‘ der ‚Buchstaben der Schöpfung‘ (vgl. 2 Kor 3,14f) ist das zentrale Anliegen der Kabbala. Nach der kabbalistischen Überlieferung gibt es eine enge Beziehung zwischen der Wiederherstellung des Menschen in seiner ursprünglichen Geistnatur, die sich in der Gottesschau (contemplatio) erfüllt, und der Wiederherstellung der Bibel als Wort Gottes in seinem ursprünglichen (oder messianischen) Verständnis. Mit dem Kommen des Messias und seiner Zeit wird der ursprüngliche mystische Sinn der Tora universell verstehbar und zugleich zieht der Mensch wieder das ‚Lichtkleid’ der göttlichen Herrlichkeit an, das mit der Vertreibung aus dem Garten in Eden durch ein „Tierfell“ (Gen 3,21) eingetauscht wurde.

Die Mystik des tieferen Verstehens der Tora sei keine Sache des eigenen Willens oder der Willkür und Beliebigkeit, sondern Geschenk des jüdischen Messias, als „König des achten Tages“, und seiner messianischen Zeit mit der Auferstehung der Toten und universellem Tora-Verständnisses am ‚achten Tag‘ (Jüngster Tag) zusammengehört. Die Auferstehung von den Toten in der messianischen Zeit als Neuschöpfung übersteigt die 7-Tage-Schöpfung und den Schabbat als 7. Tag, der in der jüdischen Schabbat-Mystik als Symbol für Gottes Gegenwart in der Welt (Schechina) als „Königin Schabbat“ und „Braut“ verehrt wird. Die Schechina gilt als das ‚Ewig-Weibliche‘, doch wird sie auch unter männlichen Namen genannt, nämlich „wenn im Status der heiligen unio das Weibliche als im Männlichen enthalten und aufgehoben betrachtet wird und dann unter dem Symbol des Männlichen selber erscheinen kann, da in diesem Stand keinerlei Scheidung zwischen ihnen mehr statthat“. Wird zwischen dem Männlichen und Weiblichen unterschieden. dann wird das Männliche als die ‚obere‘ Schechina oder als ‚König‘ betrachtet, das Weibliche hingegen als die ‚untere‘ Schechina oder als ‚Königreich‘, das heißt als im corpus der Gemeinde Israel symbolisch vorgestellte Königsherrschaft Gottes in der Welt (im kabbalistischen Sephiroth-Baum die 10. Sephira Malchut). Auf diese ‚untere‘ Schechina werden alle eindeutig weiblichen Symbole etwa aus der alttestamentlichen Weisheitsliteratur oder dem Hohenlied der Liebe übertragen: „Nacht, Mond, Erde, Trockenes, Brachjahr, Tor – das sind nur einige der beliebtesten Bezeichnungen, unter denen von ihr gesprochen wird. Als Garten, in dem alle Pflanzungen wachsen; als Brunnen, der sich vom Quellwasser füllt, und als Meer, in das die Flüsse strömen; als Schrein und Tresor, in dem die Schätze des Lebens und alle Mysterien der Tora aufbewahrt sind, ist sie, wie in hundert ähnlichen Allegorien, als das Rezeptakel aller Potenzen dargestellt, die sich in ihr nun zu ihrer positiven Gestalt verbinden – freilich nur, wenn sie in die Schechina eintreten.“

Wie der Schabbat als Zeichen der Gegenwart Gottes (Ex 31,17) der Schöpfung ihre innere Sinnstruktur gibt, so fällt das Halten des Schabbats mit dem Halten der Tora als Sinnstruktur des Menschen in eins: „Wer immer den Šabbat hält, erfüllt die ganze Thora“ (Rabbi Schimon ben Jochai). Der Schabbat als 7. Tag aber ist schon ‚Vorgeschmack der kommenden Welt‘ des jenseitigen 8. Tages der Einheit oder der Ewigkeit.

Das mystische ‚Erleben des Ewigen hier‘ ist auch das Ziel der beschaulichen Betrachtung der Tora. Wer in das tiefere, mystische Schriftverständnis als „Geheimnis des Glaubens“ eingeweiht werden möchte, der muss darum so werben, wie ein liebender Bräutigam um seine geliebte Braut wirbt. Denn die Tora offenbart sich nach einer berühmten Parabel des Buches Zohar „nur dem, der sie liebt. Die Tora weiß, dass jener Mystiker (Chakim libba, wörtlich: der Herzensweisheit hat) täglich das Tor ihres Hauses umkreist. Was tut sie? Sie enthüllt ihm ihr Antlitz aus ihrem verborgenen Palast und winkt ihm zu und kehrt sofort an ihren Ort zurück und verbirgt sich. Alle, die dort sind hydration running backpack, sehen es nicht und wissen es nicht, nur er allein, und sein Inneres, sein Herz und seine Seele gehen nach ihr aus. Und daher auch ist die Tora offenbar und verborgen und geht in Liebe zu ihrem Geliebten und erweckt die Liebe bei ihm. Komm und sieh, so ist der Weg der Tora.“ Noch der jüdische Religionsphilosoph, Mystiker und Rabbiner des Konservativen Judentums Abraham Joshua Heschel (1907–1972), vor seiner Emigration in die USA kurzzeitig Nachfolger von Martin Buber am Jüdischen Lehrhaus in Frankfurt am Main, beklagte in seinem Aufsatz Der einzelne Jude und seine Pflichten (1957), dass in der jüdischen Tradition der mystische Geist diskreditiert worden sei.

Einige wichtige Vertreter und Quellen sind Jochanan ben Sakkai (1. Jahrhundert), Rabbi Akiba und sein Schüler Schimon ben Jochai, das Buch Jezira (3.-6. Jahrhundert), Abraham Abulafia (1240–1292), Josef Gikatilla (1248–1325?), der Sohar (Ende 13. Jahrhundert), Isaak Luria (1534–1572), Gershom Scholem und Friedrich Weinreb.

Verbreitet ist die Unterscheidung zwischen „echter“ und „unechter“ mystischer Erfahrung. Als „unecht“ werden Erlebnisse bezeichnet, die nachweislich und ausschließlich eine medizinisch erklärbare Ursache haben (etwa Drogeneinfluss und Halluzination), als „echt“ Erfahrungen, für die eine befriedigende physiologische Erklärung nicht vorliegt oder aufgrund der Umstände nicht gegeben werden kann. Je nach Definition kann auch die Auswirkung von mystischen Erfahrungen, etwa Prophetie, als mystisches Erlebnis gelten.

Handelt es sich bei einer mystischen Erfahrung um ein unerwartetes, spontanes Ereignis von kurzer Dauer, so können Forschungsansätze ausschließlich Berichte darüber analysieren, da keine Untersuchung während des Vorgangs möglich ist. Wissenschaftlich untersuchbar sind allenfalls der Zustand und das Verhalten der Person vor und nach mehrmaligem mystischem Erleben. Zu den bekannteren Forschern zählen für die jeweiligen Einzelwissenschaften:

Zugewandtheit zu einer göttlichen oder absoluten Gesamtwirklichkeit (auch bei Abwesenheit von innerem oder äußerem biologischen Verhalten durch z. B. Fasten, Askese und Zölibat oder den Rückzug in die Einsamkeit als Eremit) hat in vielen Religionen eine lange Tradition. Seltener wird auch beansprucht, eine solche Haltung sei Vorbedingung mystischer Erfahrung. Augustinus meinte, Voraussetzung dafür sei die Gnade Gottes. Andere Traditionen betonen die Gleichwertigkeit von Kontemplation und aktivem Leben. Auch die christliche Mystik spricht in diesem Zusammenhang von „vita activa“ und „vita contemplativa“. Beide Seiten gehören etwa für Meister Eckhart stets zusammen. Teilweise wird auch ein wesentlicher Zusammenhang von Mystik und Politik beansprucht, wie er sich etwa bei Nikolaus von Flüe, Meister Eckhart, Martin Luther, Juliane von Krüdener, Mahatma Gandhi, Dag Hammarskjöld, Dalai Lama findet.

In ihrem wohl bekanntesten Werk, dem 1997 erschienenen Buch Mystik und Widerstand, spricht sich die evangelisch-lutherische Theologin Dorothee Sölle für die Überwindung des vermeintlichen Gegensatzes von kontemplativer Transzendenz­erfahrung und politisch-gesellschaftlichem Engagement aus. Sie zeigt auf, dass Persönlichkeiten wie der Sklavenbefreier und Quäker John Woolman, der ehemalige Generalsekretär der UNO Dag Hammarskjöld und der Bürgerrechtler Martin Luther King ihre Kraft zum Widerstand gegen gesellschaftliches Unrecht aus ihren mystischen Erfahrungen schöpften. Mystische Erfahrung bedeute demnach kein bewusstes Abwenden von der Welt, sondern die direkte Transzendenzerfahrung fördere gerade ein demokratisches Glaubensverständnis. Auch der in der mystischen Tradition stehende Spiritualismus Thomas Müntzers wird als ein wesentlicher Auslöser der Bauernkriege angesehen.

Interesse für klassische Texte der Mystik und Kontemplation schließt unethisches politisches Handeln nicht aus. So soll Heinrich Himmler ständig eine Ausgabe der Bhagavad Gita bei sich getragen haben. Auch sollen er und seine „Elite“ regelmäßig ein Ritual vollzogen haben, das sie Meditation nannten.

Auch Traditionen des Zen betonen, dass Spiritualität und Alltag nicht entkoppelt werden dürfen. So beschreiben etwa die Verse „Der Ochse und sein Hirte“ den Entwicklungsweg eines Zen-Schülers im alten Japan und enden mit der Rückkehr auf den Marktplatz. Auch der Zen-Meister Willigis Jäger betont: „Ein spiritueller Weg, der nicht in den Alltag führt, ist ein Irrweg.“

Viele Berichte von mystischer Erfahrung betonen, dass kein Begriff und keine Aussage auch nur annähernd passen. Das Erfahrene ist, auch abhängig von soziokulturellen Bedingungen, höchstens umschreibbar. Bei gleichzeitiger Nichtbenennbarkeit und dem Verlangen, von der Erfahrung dennoch nicht nur zu schweigen, bedient sich Mystik oft auch metaphorischer Stilmittel.

Nachschlagewerke

Allgemeine Literatur

Christentum

Islam

Judentum

Buddhismus

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Pedro Godoy (gobernador)

Pedro Godoy (1858-1899) fue el tercer gobernador de Tierra del Fuego (Argentina) cuando aún era Territorio Nacional.

Nació en Buenos Aires el 14 de abril de 1858. Realizó sus estudios en el Colegio Militar de Palermo. Revistó en los regimientos de frontera en General Belgrano de Carhué y en Trenque Lauquen. En 1883 realizó la campaña a Resistencia y Formosa y fue edecán de la presidencia durante los gobiernos de Juárez Celman y Pellegrini.

El 8 de mayo de 1893 durante la presidencia de Luis Sáenz Peña fue nombrado gobernador del Territorio Nacional de Tierra del Fuego. Elevó un informe señalando soluciones prioritarias para el desarrollo del territorio en el que incluía: vender tierras en plazos largos con la obligación de ocuparlas; declarar a la zona puerto libre por cinco años; solicitar al gobierno nacional transporte, animales y presupuesto para la vigilancia de costas; creación de una escuela de carpinteros.

Enfrentó problemas fundamentales como el de la tierra, que hasta entonces se entregaba irrestrictamente a especuladores. Las únicas concesiones que sostuvo fueron las acordadas con Thomas Bridges, quien había establecido la estancia Harberton, y Julio Popper, explorador y buscador de oro. Las posesiones de Popper luego de su muerte fueron adquiridas en subasta por el estanciero José Menéndez, quien fundó las estancias “Primera Argentina” y “Segunda Argentina” que impulsaron el desarrollo económico de la zona norte.

El problema de los aborígenes, que eran perseguidos porque depredaban, lo que los empujaba al monte, al hambre soccer jerseys wholesale free shipping, y a la pérdida de sus pautas culturales, era otro tema a solucionar. Godoy envió una carta al presidente Uriburu el 20 de enero de 1897, en la que exponía sus ideas acerca de esta problemática:

1.- tomarlos y mantenerlos por cuenta del estado;
2.- exterminarlos por el hambre y la miseria, por la muerte violenta en lucha con la policía;
3.- dejarlos en libertad seguir su vida de depredaciones con perjuicios de los intereses privados;
4.- tomarlos y trasladarlos a otro punto.
Ninguna de esas cosas se está autorizado a hacer o porque la ley lo prohíbe o porque no da medio para realizarlas.

Durante su mandato, en 1893, los salesianos fundaron la Misión de la Candelaria en Río Grande con el fin de evangelizar a los aborígenes y protegerlos de los buscadores de oro y de los estancieros, quienes no dudaban en matarlos cuando los aborígenes cazaban sus ovejas.

El 3 de febrero de 1896 con el objetivo de fomentar la colonización y explotación de la zona, propició la visita a Ushuaia de una misión científica a cargo del ictiólogo Fernando Lahille para realizar estudios zoológicos y climáticos, sin embargo, debido a un hecho en el que se vieron involucrados los selknam, los científicos tuvieron oportunidad de tener contacto directo con los nativos por lo que se dedicaron a estudiarlos.

Dos años después, en octubre de 1898, Godoy envió dos familias de onas a la Exposición Nacional de Buenos Aires: la pareja conformada por Tchoskiái y Kossanch hydration running backpack, embarazada, y la familia formada por Kiótemen, su esposa Altchek, el bebé de ambos y Kelo, un pequeño hermano de Kiótemen.

El jefe de la sección Antropología del Museo de La Plata, el antropólogo Roberto Lehmann Nitsche, quien aprovechó la ocasión para observar en detalle las características antropométricas de los nativos, cita:

los alojaron en una gran tienda. Los indios habían llevado todo el equipamiento ergológico de su civilización primitiva y durante las horas de visita, el público se precipitaba para contemplar este espectáculo exótico para la capital de Argentina, y disfrutar de un cuadro vivo, que recordaba los tiempos prehistóricos (…) ellos miraban con desconfianza las observaciones antropológicas, y las dos mujeres, incitadas por sus maridos, me permitieron solamente medirle la talla. (…) Los individuos examinados son siete y corresponden a dos familias. El hombre , Tchoskiái, está casado con Kossanch, la cual dio a luz en la misma exposición a una hijita.

En 1896 el gobierno nacional lo destina por tres años más en su puesto, luego de recibir una carta enviada por 26 pobladores de Tierra del Fuego, en la que mencionaban el buen desempeño del gobernador.

Utilizó los fondos que había enviado el gobierno nacional- destinados a construir la vivienda del gobernador- para montar un aserradero y consiguió la partida para erigir la primera iglesia católica en Ushuaia. El crecimiento del Penal de Ushuaia creó un conflicto de superposición de autoridades: la figura del director de la cárcel crecía en detrimento de la figura del gobernador; finalmente el gobierno decidió dejar a disposición de la cárcel el aserradero.

Ejerció su mandato hasta 1899, poco después de que los presidentes de Argentina, Julio Argentino Roca, y de Chile, Federico Errázuriz Echaurren, el 15 de febrero realizaran el encuentro llamado “Abrazo del Estrecho”.

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